NACHRICHTEN
Bildungsberatung weiterhin möglich
 

Die Hessencampus Bildungsberatung ist weiterhin fĂŒr Sie da.

Rub: HC Mittelhessen
"Kompetenzorientierte PrĂŒfungen als didaktsiche Methode" Vortrag innerhalb der Fachdidaktischen Reihe am 4.11.2019
 

Vortrag von Professorin Dr. Edith Braun, Professur fĂŒr Hochschuldidaktik mit dem Schwerpunkt...

Rub: HC Mittelhessen
„Digitale Transformation der Arbeitswelt“
 

Hessencampus Mittelhessen diskutiert im Mathematikum ĂŒber neue pĂ€dagogisch-didaktische Konzepte...

Rub: HC Mittelhessen
"Didaktik 4.0 - Herausforderungen fĂŒr Schule, Ausbildung und Lebensbegleitendes Lernen"
 

Vortrag von Frau Prof. Friese innerhalb der Fachdidaktischen Reihe am 7. Mai 2019 um 18.30 Uhr im...

Rub: HC Mittelhessen
"Mehr Demokratie ĂŒben und Grenzen erkennen - Sprache, Politik und gemeinsames Handeln in der Erwachsenenbildung"
 

So lautet der Projekttitel 2019, des vom ParitĂ€tischen Bildungswerk Hessen e.V. durchgefĂŒhrten...

Rub: HC Mittelhessen

Die regionale Ausgangslage fĂŒr den HESSENCAMPUS Mittelhessens

PERSPEKTIVWECHSEL (Foto: Irena Wille)

Wesentliche Regionaldaten

Der im Zentrum des Landes Hessen gelegene Landkreis Gießen umfasst 18 Kommunen, die auf 854,63 kmÂČ verteilt sind. Dabei unterscheidet die Region die TeilrĂ€ume Nord (Lumdatal), SĂŒd, Ost und West (Gleiberger Land) sowie die Stadt Gießen. Die interkommunale Zusammenarbeit der ersten vier TeilrĂ€ume ist nicht formal erfasst, jedoch intensiv und eine wichtige Determinante bei der Bestimmung der teilrĂ€umlichen Schwerpunkte. FĂŒr alle vier TeilrĂ€ume stellt die Ausrichtung auf die Stadt Gießen eine prĂ€gende Gemeinsamkeit dar. Im Dezember 2005 zĂ€hlte der Landkreis Gießen 256.246 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte betrug 233,5 EW/kmÂČ, wobei die Randkommunen um die Stadt Gießen die höchsten Bevölkerungsdichten aufwiesen.

 

 

 

ZLL-Planungsstudie

Um sich jenseits der Regionaldaten einen genaueren Eindruck von der bisherigen Regionalentwicklung, ihren StĂ€rken, SchwĂ€chen und zukĂŒnftigen Perspektiven verschaffen zu können, wurde in Kooperation mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. von April bis Oktober 2008 an der Professur fĂŒr Weiterbildung der UniversitĂ€t Gießen eine entsprechende ZLL-Planungsstudie exemplarisch fĂŒr den Raum Stadt und Landkreis Gießen durchgefĂŒhrt. Die Untersuchung wurde vom Hessischen Kultusministerium im Rahmen des Innovationsprogramms 2008 gefördert. Neben der qualitativen Erhebung markanter Punkte der Regionalentwicklung aus der Sicht regionaler Stakeholder war mit dem Projekt auch das Interesse an einer quantitativen Abbildung der bestehenden Bildungslandschaft anhand struktureller Merkmale wie der TrĂ€gerschaft, die angebotene Themenbreite oder Mitarbeiterzahl der Einrichtungen verbunden. (Studie liegt dem Ministerium vor)

Mittelhessen ist als Region wirtschaftlich geprĂ€gt von mittelstĂ€ndischen Unternehmen - sowohl in Industrie und Handwerk als auch in Handel und Dienstleistungen. Bedeutung erhĂ€lt Mittelhessen durch die UniversitĂ€t und die Fachhochschule als Bildungsregion. Hinzu kommt die zentrale Lage von Stadt und Landkreis Gießen innerhalb Hessens. Allerdings muss festgestellt werden, dass durch Aufgabe verschiedener Unternehmen und durch den Abzug des MilitĂ€rs die Arbeitslosenquote vergleichsweise hoch ist.

Zahlreichen Betroffenen fehlen qualifizierte BildungsabschlĂŒsse. Sie sind in einer besonders prekĂ€ren Situation, weil sie dadurch auf dem aktuellen Arbeitsmarkt kaum noch zu vermitteln sind. Besser qualifizierte Arbeitslose haben durch die NĂ€he zum Rhein-Main-Gebiet mehr Möglichkeiten eine passende berufliche TĂ€tigkeit zu finden - mit der Kehrseite fĂŒr die örtlichen Unternehmen, bei FachkrĂ€ftebedarf unter Konkurrenzdruck zum Rhein-Maingebiet zu stehen.

Die Analyse zeigt Defizite und Bedarfe hinsichtlich Qualifizierung und Bildung - fĂŒr den Einzelnen als Erfordernis, um beruflich in der Region Fuß fassen zu können, fĂŒr Wirtschaft und Politik als Notwendigkeit, in Mittelhessen das verfĂŒgbare Humanvermögen zu stĂ€rken.

Das RegierungsprĂ€sidium Gießen und die Hochschulen bewirken eine zunehmend mittelhessische Ausrichtung in der Selbstwahrnehmung in Bevölkerung und Wirtschaft. Genau hier setzt die Regionalinitiative auf: In einer effizienteren Koordination zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen, in der optimierten Nutzung von vorhandenen, bemerkenswerten Ressourcen und nicht zuletzt in der Entwicklung neuer Potenziale und Produkte fĂŒr die regionale Bildungslandschaft.

In Mittelhessen werden Bildungsangebote und Lebensbegleitende Bildung als regionaler Standortfaktor zunehmend öffentlich thematisiert. Zur substanziellen Umsetzung wird im politischen Umfeld ein wirksamer Beitrag von der HC/ZLL Regionalinitiative Mittelhessen erwartet.